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Dach- und Fassadenhaie immer noch unterwegs

Dachdeckerverband warnt vor kriminellen Haustürgeschäften
Trotz intensiver Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre fallen leider immer noch viele Hausbesitzer auf die unlauteren Machenschaften der Dach- und Fassadenhaie herein. Das Geschäft läuft immer nach der gleichen Masche ab: Die Klingel geht, ein freundlicher Herr steht vor der Haustür und verwickelt den Hausbesitzer in ein Gespräch über die mal mehr, mal weniger renovierungsbedürftige Fassade oder das kaputte Dach. Er weist auf modernste Bautechniken hin, auf Werterhaltung und Wertsteigerung durch das Aufbringen moderner Dach- und Fassadenmaterialien und nicht zuletzt auf die Preisgünstigkeit seines Angebotes.

So mancher Hausbesitzer geht auf das Angebot ein und merkt erst später, dass auch er einem der sogenannten "Dach- und Fassadenhaie" aufgesessen ist:  Das Dach oder die Fassade ist nur oberflächlich saniert, Gewährleistungsansprüche meist nur ungenügend durchzusetzen, der angeblich gute Preis beim näheren Hinsehen weit überteuert. Fazit: Reingefallen!

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks warnt deshalb davor, sich auf Geschäfte mit diesen unseriösen Betrieben einzulassen. Ulrike Heuberger, die Pressesprecherin des Verbandes erklärt: „Insbesondere ältere Hausbesitzer in Wohngebieten mit Ein- oder Zwei-Familienhäusern werden von den Dach- und Fassadenhaien gern über den Tisch gezogen. Seien Sie vorsichtig, wenn ein Mitarbeiter unangekündigt vor der Haustür steht, darauf hinweist, er habe gerade in der Nachbarschaft zu tun gehabt und einen kleineren Schaden auf Ihrem Dach entdeckt, den er gleich preiswert reparieren könne.“ Weitere Alarmzeichen seien auswärtige Firmen, fehlende Fahrzeugbeschriftungen, keine Festnetztelefonnummer.

Billige Angebote bei der Dach- und Fassadenrenovierung sind in Wirklichkeit meist überteuert. Viele der von den unseriösen Betrieben bearbeiteten Flächen müssen, um tatsächlich irreparable Schäden für die Zukunft zu vermeiden, wieder abgerissen und völlig neu aufgebaut werden. Das Argument "Kostenersparnis" entpuppt sich als teure Kostenfalle.

Der Fachverband rät dem Verbraucher daher, bei anstehenden Dach-, Fassaden- und Abdichtungsarbeiten gleich einen kompetenten Dachdecker-Innungsbetrieb einzuschalten. Hier kann der Hausbesitzer sich sicher sein, dass er hochwertige Arbeit erhält und dass im Falle des Falles Nachbesserungen in bestem Einvernehmen schnell erledigt werden.

Köln, den 17. August 2010



Dachdecker auf Platz drei der beliebtesten Berufe

Die Website www.beroobi.de stellt im Rahmen des Projekts „Schulen ans Netz“ interessante und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe vor. Jeder Beruf wird von einem jungen Profi verkörpert, dem man bei seinem Berufsalltag über die Schulter schauen kann. Das funktioniert mit Videos, Bildern, Texten und Audiokommentaren. Dazu gibt es Tipps zur Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche.

Dass die Dachdecker-Beiträge hervorragend ankommen, zeigt sich auch im Wettbewerb: Der Beruf des Dachdeckers steht auf Platz drei der beliebtesten Berufe im beroobi-Portal.

Die Filmsequenzen, Tonaufnahmen und Interviews wurden im Betrieb von Dachdeckermeister André Büschkes aufgenommen. Zusammen mit seinem Azubi Alexander Niesen, der inzwischen mit großem Erfolg die Gesellenprüfung ablegte, stand er dem beroobi-Team Rede und Antwort. Gefördert wird das beroobi-Projekt unter anderen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Seinen bemerkenswerten Namen hat es aus den Teilen des Wortes „Ber-ufs-bi-ldung“, die beiden „o“ wurden bei google entlehnt und einfach dazwischen gesetzt.

Natürlich hat das Dachdeckerhandwerk auch eine eigene Website für junge Leute, die ganz im Erscheinungsbild der Nachwuchswerbekampagne des ZVDH „Dachdecker Dein Beruf“ gehalten ist. Das ist aber noch nicht alles: In YouTube sind etliche Beiträge der Berufsorganisation zu finden, die sich positiv an junge Leute wenden. Versuchen Sie es mal: gehen Sie auf www.youtube.de und geben Sie die beiden Suchworte „Beruf“ und „Dachdecker“ ein. Die Nachwuchs-Website der Berufsorganisation finden Sie unter www.DachdeckerDeinBeruf.de oder als Link in unserer Rubrik "Die Bildung".

Ein Tipp: Verbinden Sie als Innungsmitglied diese Seiten und Beiträge mit einem entsprechenden Link auf Ihrer Firmenhomepage!



Grüne Oasen auf dem Dach

Fachleute, auch private Bauherren haben die Dachbegrünung als ökologisch und ökonomisch interessante Bauweise erkannt. In vielen Städten gilt die Dachbegrünung als Verbesserungsmaßnahme für das Wohnumfeld und das Stadtklima und wird deshalb häufig mit attraktiven Zuschüssen bedacht.

Ökologisch betrachtet sprechen viele Punkte für eine Dachbegrünung. Durch die Reduzierung von versiegelten Grundstücksflächen und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen entstehen für Menschen, Tiere und Pflanzen neue Lebensräume. Zudem wird durch die Gründächer die Luft verbessert, Staub und Schadstoffe werden gebunden und das Gebäude wird gegen von der Außenwelt kommenden Luftschall geschützt. Durch die Vegetation und das Substrat wird der Abfluss von Regenwasser verzögert und Niederschlagswasser zurückgehalten, das durch Verdunstung wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingebracht wird. Gründächer sorgen für einen klimatischen Ausgleich: Im Sommer schützen sie vor Hitze, im Winter vor Kälte.

Kosten und Nutzen
Ein Gründach ist in der Herstellung zunächst einmal kostenintensiver als beispielsweise ein bekiestes Dach. Das ergibt sich aus den Mehrkosten für die Statik und den aufwendigeren Schichtenaufbau. Darüber hinaus benötigt ein Gründach auch einen höheren Pflegeaufwand. Doch diese Kosten amortisieren sich mit der Zeit und dem Nutzen. Dies liegt vor allem an der Schutzfunktion des Dachgrüns. Die Alterung der Dachabdichtungen durch UV-Strahlen wird zum großen Teil verhindert. Außerdem ist die Dachabdichtung vor mechanischen Beschädigungen und chemischen Einflüssen geschützt. In manchen Kommunen werden Gründächer bei der Festlegung der Abwassergebühren für Oberflächenwasser positiv berücksichtigt. Darüber hinaus führt die bessere Wärmedämmung eines Gründachs zu einer Energieeinsparung.

Dachbegrünungen sind durch die erhöhte Lebensdauer sowie durch erhebliche Kosteneinsparungen bei den Abwassergebühren langfristig deutlich preiswerter als konventionelle Flachdächer. Ausgeschriebene Förderprogramme, die eine zusätzliche Kosteneinsparung mit sich bringen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Worauf der Bauherr achten muss
Ein Gründach muss genauestens geplant werden. Der Dachdecker-Innungsbetrieb ist hier der kompetente Ansprechpartner. Er berät den Bauherren über die Form des Gründachs, die späteren Nutzungsmöglichkeiten und die Art der Bepflanzung, denn all diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der statischen Konstruktion und im Schichtaufbau eines Daches. Nur wenn die Angaben des Bauherren präzise sind, kann eine sachgemäße Planung erfolgen, so dass spätere Schäden durch unsachgemäße Anwendung ausgeschlossen werden können. Der Bauherr tut auch gut daran, sich beim Dachdecker-Innungsbetrieb über die erforderlichen Pflegemaßnahmen eines Gründachs im Vorfeld  zu informieren.

Köln, 01. Juli 2010

 



Nachwuchsbedarf bei den Dachdeckern

Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Jugendliche, die sich für den Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin interessieren, haben zurzeit gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Das Dachdeckerhandwerk sucht nämlich Nachwuchs. „Das Berufsbild des Dachdeckers oder der Dachdeckerin ist extrem vielfältig“, erklärt Ulrike Heuberger, die Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Dächer zu decken sei nur ein Bestandteil der Tätigkeit eines Dachdeckers. Die Ausführung von Wärmedämmung, die Gestaltung von Fassaden, die Erstellung von Dachstühlen, die Montage von Solaranlagen und die Ausführung von Schutzmaßnahmen gegen Grundwasser gehörten ebenfalls zum Aufgabengebiet eines Dachdeckers. „Im Dachdeckerhandwerk hat man gute Aufstiegschancen: Man kann Vorarbeiter werden oder sogar den Meisterbrief erwerben und sich selbständig machen. Selbst ein Studium ist mit dem Meisterbrief heute möglich. Lohnende berufliche Perspektiven gibt es aber auch bei der Herstellerindustrie oder im Bedachungshandel“, so die Sprecherin des Verbandes.

Die Lehrzeit des Dachdeckers beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt im so genannten dualen System, d.h. sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsstruktur im Dachdeckerhandwerk stellt sicher, dass sich der Chef persönlich um den Nachwuchs in seinem Betrieb kümmert und dass durch qualifizierte Fachleute eine intensive Berufsausbildung gewährleistet wird.

Voraussetzungen für eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk sind eine gute Auffassungsgabe, Rechenkenntnisse, Sinn für Formen und Linienführungen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. „Am Besten vereinbart man mit einem Dachdeckerbetrieb vor Ort ein Praktikum. Dann kann man feststellen, ob es die richtige Berufswahl ist und man kann seinen zukünftigen Chef schon mal kennen lernen“, rät die Verbandssprecherin. Wer eine Ausbildung zum Dachdecker  oder zur Dachdeckerin machen möchte, sollte sich mit der Dachdecker-Innung vor Ort in Verbindung setzen. Diese hilft gern weiter. Umfangreiche Informationen für angehende Lehrlinge rund um den Beruf des Dachdeckers und Tipps zur Bewerbung gibt es auch im Internet unter http://www.dachdeckerdeinberuf.de/

Köln, 07. Juni 2010



Bundeskongress der Dachdecker und Zimmerer 2011 in Bremen

Am 06./07. Mai 2011 veranstalten der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und Holzbau Deutschland (BDZ) den gemeinsamen Bundeskongress in der Hansestadt Bremen. Am Samstag, den 07. Mai 2011, versammeln sich zudem die Delegierten des ZVDH und die Obermeister des BDZ.

Der Bundeskongress hat sich durch seine konsequent unternehmerorientierte Konzeption bei ambitionierten Betriebsinhabern einen Namen gemacht. Die politische Eröffnungsveranstaltung, das außergewöhnliche Informationsangebot in kurzen, knackigen Seminaren und die hochrangigen Referenten sind nur einige Gründe, warum der Bundeskongress Unternehmern wertvollen Wissensvorsprung verschafft.

Der Bundeskongress in Bremen bietet „ganz nebenbei“ die Gelegenheit zu vielen guten Gesprächen auf höchstem Niveau. Der Gedankenaustausch in entspannter Runde geht in die Tiefe und ist für viele Teilnehmer ein weiterer entscheidender Grund zur Teilnahme.

Da der Bundeskongress Samstag mittags endet, bietet sich die Gelegenheit, den unternehmerischen Aufenthalt in Bremen am Samstagnachmittag und Sonntag durch Stadtbummel, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Kulinarisches abzurunden.

Hochkarätiger Fachkongress, Kultur und Entspannung pur – die ideale Kombination einmal auf andere Gedanken und neue Ideen zu kommen. Deshalb jetzt bereits im Kalender vormerken: 06./07. Mai 2011 Bundeskongress in Bremen.

Köln, den 19. Mai 2010



Im Krisenjahr mit blauem Auge davongekommen

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) meldet, dass die Dachdecker vom Krisenjahr 2009 wirtschaftlich nicht verschont geblieben seien. „Dennoch sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, so Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. „Wir rechnen mit einem Umsatzrückgang von etwa 2 Prozent für das Geschäftsjahr 2009.“ Eine Umsatzsteigerung werde für das Jahr 2010 nicht erwartet. Insgesamt beurteilten gut 80 Prozent der Dachdeckerbetriebe ihre Ertragslage im vergangenen Jahr als ausreichend, wobei es deutliche regionale Unterscheide gebe.

Bezüglich der wirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2010 geben sich die Dachdecker verhalten optimistisch. Nach einem der härtesten und längsten Winter der letzten Jahre gelte es, das zwischenzeitlich angewachsene Auftragspolster abzuarbeiten. Insgesamt lägen die Auftragsreichweiten deutlich höher als im vergangenen Jahr. Während im Jahr 2009 Aufträge durchschnittlich für 2,3 Monate vorhanden waren, seien es heute 3,2 Monate. Man solle sich aber von den gut gefüllten Auftragsbüchern nicht täuschen lassen: „Sie sind überwiegend dem langen Winter und der dadurch entstandenen Zwangspause geschuldet, in der keine Aufträge abgearbeitet werden konnten,“ erklärt Marx. Aber auch das Konjunkturpaket II habe den Dachdeckern Aufträge beschert. Immerhin 41 Prozent der Dachdeckerbetriebe konnten bereits Aufträge aus dem Konjunkturpakte II generieren. „Das Maßnahmepaket kann für uns als Erfolg bezeichnet werden,“ so das Resümee des Hauptgeschäftsführers.

Auffällig sei, dass selbst im öffentlichen Sektor offenbar aufgrund der leeren Kassen trotz Konjunkturpaket die erforderlichen „echten“ Sanierungen zugunsten von Reparaturaufträgen in die Zukunft verschoben werden. Den Gemeinden fehle einfach das Geld und es werde eher repariert als saniert. Immerhin trage die leichte Auftragszunahme im öffentlichen Sektor dazu bei, den durch die Wirtschaftskrise ausgelösten Rückgang im Gewerbebau etwas zu kompensieren. Eine geringe Auftragszunahme sei auch im Bereich privater Bau zu beobachten, die im Wesentlichen den Bereich Sanierung betreffe. Hier machten sich die KfW-Programme der Bundesregierung zur energetischen Sanierung positiv bemerkbar. Deshalb begrüße der Verband auch die von der Bundesregierung beschlossene erneute Ausstattung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms mit 1,5 Milliarden Euro für das Jahr 2010. Eine Verstetigung dieser Maßnahme würde einen weiteren Sanierungsschub auslösen, der Umwelt und Klima schone und in Deutschland Arbeitsplätze sichere.

Unter der viel beschworenen Kreditklemme leide das Dachdeckerhandwerk nur zum Teil. Nur 20 Prozent der Dachdeckerbetriebe beklagten Erschwernisse bei der Kreditaufnahme, gut 40 Prozent der Betriebe habe damit keine Schwierigkeiten gehabt.

Köln, 27. April  2010



Gute Wärmedämmung spart Hausbesitzern viel Geld

Der vergangene, vergleichsweise lange und kalte Winter hat bei vielen Hausbesitzern zu der Erkenntnis geführt: Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Heizkosten rechnet sich eine energetische Gebäudesanierung schnell. Hinzu kommt: Sie ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben.

Seit dem 1. Oktober 2009 gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), welche die bis dato gültige Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2007 ablöst. Ziel der EnEV 2009 ist es, den Energie-, Heizungs- und Warmwasserbedarf im Vergleich zur EnEV 2007 um 30 Prozent zu senken. So sind allein die energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung von Neubauten um 15 Prozent erhöht worden, aber auch bei Altbaumodernisierungen mit größeren baulichen Veränderungen wie beispielsweise Dachausbau, Einsatz neuer Fenster oder Fassadenumgestaltung müssen gesetzlich vorgeschriebene Energieeinsparungen erzielt werden.

Im Zentrum einer energetischen Sanierung steht meist die Wärmedämmung, insbesondere des Daches. Durch die Anbringung größerer Dämmschichtdicken kann hier sehr viel Energie gespart werden. „Durch eine fachgerechte Dämmung des Daches bzw. der oberen Geschossdecke können allein fast 30 Prozent Energie eingespart werden“, darauf weist die Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks hin. Ein hohes Einsparpotenzial liegt auch im Bereich der Fassade, wobei hier alle Maßnahmen als Gesamtpaket abgestimmt werden sollten. Alte Fenster sollten gegen neue nach dem aktuell gültigen Wärmedurchgangskoeffizienten ausgetauscht werden. Eine gute Außenwanddämmung mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade mit Wärmedämmung unterhalb der Verkleidung hilft, Energie zu sparen.

Die Sprecherin des Dachdeckerverbandes warnt: „Energetische Sanierungen sind Aufgabe des Fachmanns. Nur umfangreiche Erfahrung, Planung und fachgerechte Ausführung lassen das gewünschte Ziel erreichen. Wichtigster Ansprechpartner bei allen Fragen rund um Dämmung und Gebäudehülle ist der Dachdecker-Innungsbetrieb, der kompetent berät und den neuesten Stand der Fachregeln und die gesetzlichen Vorgaben beachtet.“

Für die Qualität ihrer Arbeit und die Einhaltung der EnEV stehen die Betriebe ein,  denn Fachbetriebe, die mit der Ausführung betraut werden, müssen nach Abschluss der Arbeiten schriftliche Unternehmererklärungen an den Gebäudeeigentümer abgeben. Damit wird nachgewiesen, dass der Fachbetrieb die neuen Regeln der EnEV beachtet hat.

Insgesamt, so das Fazit der Verbandssprecherin, sei die Energieeinsparverordnung eine runde Sache: „Sie hilft langfristig Energie zu sparen und schont damit die Umwelt und den Geldbeutel. Hausbesitzer leisten eine aktiven Beitrag zum Umweltschutz und steigern nicht zuletzt den Wert ihrer Immobilie.“

Köln, 14. April  2010



Schlussbericht zur DACH+HOLZ International 2010

Ein starker Auftritt am Rhein

- DACH+HOLZ International ist Kompass für die Branche in den
   Bereichen Sanieren  und Modernisieren
- Bestnoten für Messekonzept und –angebot
- Weiterentwicklung bei der Internationalität

„Et kütt wie et kütt“ – und das mit Erfolg. Denn zur DACH+HOLZ International in Köln kamen vom 24.2. bis 27.2.2010 über 42.000 Fachbesucher. Bei den 471 Ausstellern konnten sich Dachdecker, Zimmerer, Klempner, Architekten und Ingenieure über neue Produkte, Ideen und Lösungen rund um Holzbau, Ausbau, Dach und Wand informieren. Auf großes Interesse stießen in den vier Messetagen neue Highlights im Rahmenprogramm – egal, ob es sich hierbei um das Architektenforum, den Zimmererklatsch mit mehr als 500 Teilnehmern vor dem Kölner Dom oder die Verleihung des Preises des Deutschen Dachdeckerhandwerks an Otto Kentzler handelt.

Einen großen Sprung zu noch mehr Internationalität machte die DACH+HOLZ International im Jahr 2010. Denn der Anteil an ausländischen Besuchern verzeichnete in diesem Jahr eine Verdoppelung auf 13 Prozent (2008: 7 Prozent). Dementsprechend groß war die Freude bei den beiden Trägerverbänden der DACH+HOLZ International, dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Über den Verlauf der Messe zog Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland ein zufriedenes Fazit: „Von unseren Betrieben haben wir sehr positives Feedback erhalten. Die Stände waren gut besucht und die Nachfrage groß. Vor allem die Themen energetisches Sanieren und Umbauen waren beliebt. Es hat sich gezeigt, dass der Zeitpunkt der Messe richtig gewählt ist – und zwar so, dass die Handwerker mit frischen Eindrücken, Ideen und neuen Produkten direkt in die Saison starten können.“

Nach Umfrage eines unabhängigen Meinungsforschungsinstituts vergaben 91,1 Prozent der Fachbesucher für das Messeangebot die Bestnoten „gut bis sehr gut“. Als Hauptgrund für den Messebesuch gaben sie die Suche nach Neuheiten an. 81,9 Prozent der Befragten konnten dieses Ziel dank ihres Messebesuchs in der Domstadt erreichen.

Auch die Aussteller waren über die Resonanz an den vier Messetagen sehr zufrieden. 85,4 Prozent der ausstellenden Firmen beurteilten die fachliche Qualität der Besucher mit „gut bis sehr gut“. Für diese positive Stimmung unter Besuchern und Ausstellern gibt es für Karl-Heinz-Schneider, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks, mehrere Gründe: „Das Konzept unserer Messe findet großen Anklang. Der Standort Köln hat sich als hervorragend für unsere Weltleitmesse erwiesen. Der Themenschwerpunkt Sanieren und Modernisieren, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz, war treffend gewählt. Nun werden wir gemeinsam an einer Weiterentwicklung des Konzepts im Hinblick auf die Veranstaltung in Stuttgart 2012 arbeiten.“ Dort findet die DACH+HOLZ International dann vom 31.1. bis 3.2.2012 statt.

Überrascht zeigte sich Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, über den Zuspruch auf das Architektenforum am Messedonnerstag (25.2.2010): „Über 500 Personen kamen zu dieser Veranstaltung – diese Anzahl übertraf vollkommen unsere Erwartungen. Um maximale Effizienzergebnisse auch in Zukunft zu erzielen, werden alle Fachleute am Bau noch enger Hand in Hand arbeiten. Das Architektenforum gab hierfür wichtige Impulse.“

Das kostenfreie Architektenforum war im informativen Rahmenprogramm nur eines der Höhepunkte. Über die Informationen an den Ständen hinaus hatten die Fachbesucher vier Tage lang die Möglichkeit, Fachvorträge und –diskussionen anzuhören. So sorgten der Tag des deutschen Dachdeckerhandwerks, der Deutsche Holzbautag oder die Sonderpräsentation zum Thema Dachbegrünung für eine Fülle von nützlichen Zusatzinformationen.

Köln, 1. März 2010

Den vollständigen Schussbericht inklusive Ausstellerstatements finden Sie auf dieser Homepage unter Aktuelles -> Infodienst.





ZDH-Präsident Otto Kentzler mit Preis des Deutschen Dachdeckerhandwerks ausgezeichnet

Während der Weltleitmesse DACH+HOLZ International wurde im Rahmen des Tags des Deutschen Dachdeckerhandwerks der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, am 26. Februar 2010 in Köln mit dem Preis des Deutschen Dachdeckerhandwerks ausgezeichnet. Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung, die der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks an verdiente Persönlichkeiten vergeben kann.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks, Karl-Heinz Schneider, würdigte in seiner Laudatio den Einsatz Kentzlers: „Otto Kentzler hat sich im berufständischen Bereich in vielen Ehrenämtern Verdienste erworben und sich für alle Gewerke mit Inbrunst eingesetzt. Er repräsentiert das Handwerk in seiner besten Tradition: Integer, verantwortungsbewusst, mit Sinn für das Gemeinwohl, mit hoher Leistungsbereitschaft und konsequenter Orientierung an der christlichen Soziallehre.“

Köln, 4. März 2010



Rotstift gefährdet konjunkturstützende Maßnahmen

Gemeinsame Pressemeldung ZVDH/ZDH

Köln/Berlin, 1. März 2010 – Die wirtschaftliche Lage des Dachdeckerhandwerks hat sich stabilisiert, so das Resümee der Weltleitmesse „DACH+HOLZ International“ (24.-27. Februar in Köln). Karl-Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), und Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), appellieren gemeinsam an die Politik, diesen Trend zu verstärken und nicht mit dem Rotstift zu stoppen:

"Das Handwerk ist sich sehr wohl der angespannten Haushaltslage von Bund und Ländern bewusst. Die Wirkung von konjunkturstützenden Maßnahmen darf jetzt aber nicht gefährdet werden. Die Bundesregierung sollte bei konsumtiven Ausgaben sparen und nicht bei investiven Maßnahmen, die privates Kapital aktivieren und damit Arbeitsplätze sichern.

Wir sprechen uns ausdrücklich gegen eine Lockerung des Zusätzlichkeitskriteriums bei den Investitionsmitteln aus dem Konjunkturpaket II aus, wie derzeit vom Bundesrat angestrebt. Das Zusätzlichkeitskriterium ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Investitionen tatsächlich ergänzende wirtschaftliche Impulse geben. Dieser wichtige Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung darf nicht einem Kompensationsgeschäft zwischen Bund und Ländern zum Opfer fallen. Damit das Investitionsprogramm seine volle Wirkung entfalten kann und die bereitgestellten Mittel nicht verfallen, ist zudem eine gezielte Entfristung notwendig. Der hohe bürokratische Aufwand und der strenge Winter haben die Umsetzung der Aufträge verzögert. Die Bundesregierung muss daher sicherstellen, dass alle bis zum 31. Dezember 2010 erteilten Aufträge auch 2011 noch ausgeführt und finanziert werden können.

Bei der energetischen Gebäudesanierung hat die Regierungskoalition dafür gesorgt, dass die Erfolgsgeschichte weiter gehen kann. Ende letzter Woche hat sich der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages darauf geeinigt, die Mittel zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung um 400 Mio. Euro aufzustocken. Mit der beschlossenen Erhöhung stehen nun die ursprünglich vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro zur Förderung bereit. Das begrüßen wir sehr. Unsere Argumente haben in dieser Sache überzeugt und Erfolg gebracht. Wichtig ist, dass es jetzt nicht zu einer Verschlechterung der Konditionen kommt. Denn die energetische Sanierung zu bremsen, würde nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bau- und Ausbauhandwerk gefährden, sondern auch das Erreichen der klimapolitischen Ziele."


Köln, 1. März 2010



Schneechaos: Dachdecker warnen

In diesem Winter scheint der Schneefall in Teilen des Landes kein Ende zu nehmen. Der Schnee häuft sich auf den Dächern. Auf den vereisten Altschnee schneit es erneut. In einigen Regionen sind die Schneelasten auf den Dächern so hoch, dass Einsturzgefahr besteht. In solchen Fällen sollte das Dach vom Schnee geräumt werden. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks rät den Hausbesitzern, nicht selbst zu räumen, sondern einen Dachdecker-Innungsbetrieb zu beauftragen. Gerade im Winter sei Vorsicht geboten. Bei Flachdächern bestehe erhöhte Absturzgefahr und bei durch den Schnee verdeckte Lichtkuppeln bestehe Durchsturzgefahr. Außerdem könne bei Verwendung des falschen Räumgeräts die Dachhaut beschädigt werden, mit fatalen Folgen für die Dichtigkeit des Dachs.

Bei Steildächern sei die Gefahr geringer, da der Schnee durch die Neigung der Dachflächen abrutschen könne. Schneefanggitter könnten hierbei meist auch verhindern, dass Passanten durch abrutschenden Schnee getroffen werden.

Der Dachdeckerverband weist darauf hin, dass keine pauschale Aussage getroffen werden könne, ab welcher Schneehöhe auf dem Dach geräumt werden solle. Ulrike Heuberger, die Pressesprecherin des Verbandes rät: „Grundsätzlich sind eher Flachdächer oder flach geneigte Dächer zu räumen. Der Hauseigentümer sollte im Fall der Räumung des Schnees den Räumenden über etwaige vorhandene Einbauteile, wie z.B. Lichtkuppeln, Dachflächenfenster usw. oder bereits vorhandene Schäden informieren.“

Köln, 4. Februar 2010

V.i.S.d.P.: Ulrike Heuberger, M.A.



Fördermittelkürzung gefährdet Klimaziele

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks weist darauf hin, dass rund  40 % der CO2-Emissionen durch den Gebäudebestand verursacht werden. Deshalb seien energetische Gebäudesanierungen für die Erreichung der Klimaschutzziele äußert wichtig.

So seien allein im Jahr 2009 nahezu 550.000 Wohneinheiten über die von der KfW-Bankengruppe geförderten Programme energetisch saniert worden. Damit sei ein um 140 % höheres Sanierungsergebnis erreicht worden als im Jahr 2008. Ulrike Heuberger, die Sprecherin des Verbandes, führt aus, dass eine Reduzierung der Fördermittel zwangsläufig zu einer deutlichen Verlangsamung des Sanierungstempos führen würde. Deshalb sei es unverständlich, dass die Bundesregierung entgegen ihrer Ankündigung im Koalitionsvertrag die Maßnahmen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung durch die KfW-Bankengruppe auf 1,1 Milliarden Euro halbieren wolle.

 „Wir haben in einem Schreiben an die zuständigen Bundestagsabgeordneten deutlich gemacht, wie wichtig eine solche Förderung für sanierungswillige Hausbesitzer ist und appelliert, das bisherige Förderniveau beizubehalten,“ erklärt der Hauptgeschäftsführer des Dachdeckerverbandes, Ulrich Marx. „Kluges Sparen ist das Gebot der Stunde. Die Bundesregierung sollte bei konsumtiven Ausgaben sparen, nicht dagegen bei investiven Maßnahmen, die – wie die KfW-Förderung - in erheblichem Maße privates Kapital aktivieren und damit heimische Arbeitsplätze sichern.“

Köln, 3. Februar 2010

V.i.S.d:P: Ulrike Heuberger M.A.



Ab sofort Top-Rabatte auf Neufahrzeuge

Für das seit dem Jahr 2002 bestehende Rahmenabkommen zwischen Hyundai Motor Deutschland und dem ZVDH können für das Jahr 2010 deutlich bessere Bedingungen angeboten werden. Ab sofort bezieht sich das Abkommen nicht mehr nur auf ausgewählte Modelle, sondern auf alle Fahrzeuge und werkseitige Optionen. Lediglich Sondermodelle sind vom vergünstigten Kauf ausgeschlossen.

Anstelle der bisherigen 15 % können nunmehr 18 % Nachlass angeboten werden. Zusätzlich wird für die bei Betriebsinhabern beliebten Modelle H-1 und Santa Fe ein Nachlass von 20 % festgelegt. Das Rahmenabkommen ermöglicht somit Mitgliedern der Berufsorganisation des Deutschen Dachdeckerhandwerks und - bei überwiegend dienstlicher Nutzung - deren Mitarbeitern einen einheitlichen attraktiven Sondernachlass auf Neufahrzeuge von Hyundai.

Um in den Genuss des Nachlasses zu kommen, benötigen Bezugsberechtigte einen Berechtigungsschein. Weiteres hierzu unter der Rubrik "Rahmenverträge".

Köln, 8. Januar 2010



Deutsche Meisterschaft im Dachdecken ausgetragen

Am 09. und 10. November 2009 fand in der Dachdeckerschule in Lehesten die diesjährige „Meisterschaft“ im Dachdecken statt. Teilgenommen haben in alphabetischer Reihenfolge der Landesverbände: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.

Zunächst hatten die Teilnehmer eine Arbeitsprobe nach Wahl (Hauptarbeitsprobe), die ausschließlich in der Dachziegel- oder Schieferdeckung gewählt wurde, herzustellen. Nach der Hauptarbeitsprobe waren noch zwei weitere Arbeitsproben nach Vorgabe der Bundesbewertungskommission anzufertigen. Diese stellte dann unter Vorsitz von Landesinnungsmeister Manfred Arp die Gesamtpunktzahl für die einzelnen Wettbewerbsarbeiten fest.

Hierbei ergab sich folgende Plazierung:
Den ersten Platz errang Chris Schrepel, Landessieger Sachsen. Er wurde im Ausbildungsbetrieb Frank Schrepel in Callenberg ausgebildet. Die Silbermedaille ging an Stefan Verges, Landessieger aus Thüringen. Er absolvierte seine Ausbildung im Betrieb Strickrodt & Söhne in Rockstedt. Ein dritter Bundessieger konnte beim diesjährigen Bundesentscheid nicht ermittelt werden, da die hierfür erforderliche Punktzahl von 162 Punkten nicht erreicht wurde. Drittplatzierter im Wettbewerb war Lars Hill (Hessen), Viertplatzierter Andre Hackfort (Nordrhein-Westfalen).

In einer Feierstunde im Anschluss an den Entscheid ehrten ZVDH-Vizepräsident Fred Georg Schneider und Bundesbewertungskommissions-Vorsitzender Manfred Arp die Bundessieger und die weiteren Platzierten. Alle Teilnehmer am Bundesentscheid erhielten seitens des ZVDH eine Teilnehmerurkunde sowie ein Erinnerungsgeschenk. 

Die beiden Bundessieger und der Dritt- und Viertplatzierte haben sich mit ihrem Sieg automatisch für die 23. IFD-Weltmeisterschaft junger Dachdecker im November 2010 in Belfast/Nordirland qualifiziert. Der Bundessieger wird eine weitere Ehrung im Rahmen der Ehrung aller Bundessieger des Handwerks am 04. Dezember 2009 in Halle (Saale) erfahren.

Den Mitgliedern der Bundesbewertungskommission wie auch der Leitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dachdeckerschule Lehesten als Ausrichter des diesjährigen Bundesentscheids danken wir herzlich für die geleistete Arbeit.

Köln, 11. November 2009



Große Resonanz auf Bauwirtschaftstag

„Die mittelständische Bauwirtschaft ist wirtschaftliche Größe und gesellschaftliche Kraft. Wer also den Mittelstand in den Mittelpunkt seiner Politik stellt, ist auf dem richtigen Weg in die Zukunft Deutschlands.“ Das ist die Quintessenz der Rede von ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider, die er in seiner Funktion als Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft am 20. Oktober anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin vor 800 Vertretern aus Bauwirtschaft und Politik gehalten hat.

Schneider beklagte, dass in der Vergangenheit der Mittelstand zwar oft als Rückgrat der Wirtschaft hervorgehoben wurde, in Wirklichkeit aber eine Politik gemacht wurde, die dem Mittelstand geschadet habe. Er nannte in diesem Zusammenhang explizit die Erbschaftsteuerreform, das Arbeitsrecht und den Kündigungsschutz. Er forderte daher Korrekturen bei der Erbschaftsteuer und die Anhebung der Schwellenwerte im Kündigungsschutz.

In seiner  Rede ging der BVB-Vorsitzende einmal mehr auf die Bedeutung der Bauwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Mrd. Euro ein. „Die Investitionen am Bau wirken im Inland, sie fließen nicht ins Ausland ab. Konsumtive Ausgaben haben aufgrund der weltwirtschaftlichen Verflechtung nur einen begrenzten Effekt für die Binnenwirtschaft“, so Schneider.

Schneider wies auch auf die Bedeutung des Wohnungsbaus für die Bauwirtschaft hin und berichtete, dass in fast allen Nachbarländern mindestens doppelt so viel wie hierzulande gebaut werde und Deutschland seit fünf Jahren Schlusslicht in Europa sei. Schneider verwies auf die vielfältigen Vorschläge, die die Bauwirtschaft in diesem Zusammenhang schon gemacht habe: „Dazu gehört für uns die Verdoppelung der AfA im Mietwohnungsbau, dazu gehören aber auch steuerliche Anreize für den privaten Wohnungsneubau.“

Schneider erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch daran, dass es noch erheblicher Anstrengungen bedürfe, um die Gebäudebestände zu sanieren und energetisch zu modernisieren. „Was wir auch hier brauchen, sind staatliche Motivationshilfen, die Hausbesitzer veranlassen können zu investieren. Dazu zählen für uns auf jeden Fall die KfW-Förderprogramme, die fortgesetzt und verstetigt werden müssen. Beim sog. Handwerkerbonus sollten die Arbeitskosten bei Handwerkerleistungen im Bestand auf ein Fördervolumen von 20.000 Euro angehoben werden. Dies würde zu einer Steuerermäßigung von 4.000 Euro führen. Diese Steuerersparnis könnte sich auf 5.000 Euro erhöhen, wenn sich die nachgewiesenen Arbeitskosten auf energetische Sanierungsmaßnahmen beziehen.“

Abschließend erklärte Schneider, dass die Bauwirtschaft einigermaßen zuversichtlich nach vorne blicke, obwohl man noch nicht genau wisse, was konkret auf die Branche zukomme. „Denn der öffentliche Bau wird im kommenden Jahr eine deutlich stärkere Rolle spielen – und somit mehr zur Auslastung der Unternehmen beitragen. Auch die Unternehmen werden trotz kurzfristiger Rückschläge wieder mehr investieren. Und was den Wohnungsbau angeht, so setzen wir auf die neue Regierungskoalition.“

Köln, 23. Oktober 2009



Bronze und Sonderpreis für deutsches Dachdeckerteam

Vom 08. bis 11.09.2009 fand im Rahmen des jährlichen Kongresses der Internationalen Föderation des Dachdeckerhandwerks (IFD) die 22. Auflage der Weltmeisterschaft junger Dachdecker in St. Petersburg/Russland statt. Auf dem dortigen Ausstellungsgelände „Lenexpo“ traten im Rahmenprogramm der internationalen Bauausstellung „Baltic Build“ rund 25 verschiedene Länderteams in den Kategorien Dachdeckung, Abdichtung und Metalldeckung an.

Der ZVDH war durch die ersten vier Bundessieger des Bundesentscheids im Dachdeckerhandwerk des Jahres 2008 in den Kategorien Dachdeckung und Abdichtung vertreten.

In der Kategorie Dachdeckung kämpften Alexander Pauken aus Rheinland-Pfalz und Steven Liepner aus dem Saarland. Sie hatten zwei Pflichtaufgaben zu lösen, bei denen eine Dachdeckung mit Biberschwanzziegel in Doppeldeckung inklusive Unterkonstruktion und der Deckung einer Satteldachgaube sowie Wandanschlüssen mit Nocken als auch mit Biberschwanzziegeln, sowie ein weiteres Dach mit Dachsteinen, wiederum inklusive  der Unterkonstruktion und dem Einbau eines Dachflächenfensters, herzustellen waren. Bei den Pflichtaufgaben siegte Russland vor Ungarn und der Schweiz.

Am dritten Wettbewerbstag war dann als Küraufgabe eine Dachfläche mit Grat mit Bitumenschindeln zu decken. Hierbei war besondere Kreativität gefordert. Diese hatten unsere deutschen Teilnehmer, denn sie errangen den erstmals vom IFD-Präsidium vergebenen Sonderpreis für die Küraufgabe.

In der Kategorie Abdichtung traten Maximilian Mohn aus Schleswig-Holstein und Andreas Jeschke aus Bayern an. Auch sie hatten zunächst zwei Pflichtaufgaben zu lösen. Hier galt es, zwei fast identische Dachflächen mit vielen Details wie Innen- und Außenecken, Lüftern etc. als komplette Dachaufbauten mit verschiedenen Kunststoffbahnen abzudichten. Für die Küraufgabe hatte man sich etwas Besonderes einfallen lassen. So musste eine Holzfigur unter Verwendung von Abdichtungswerkstoffen „angezogen“ werden. Unser Team bekleidete die Figur in der traditionellen Dachdeckerkluft.

Die Arbeit der beiden Jungdachdecker wurde von der unabhängigen Jury mit der Bronzemedaille belohnt. Nur Russland mit dem ersten und Polen mit dem zweiten Platz waren erfolgreicher. Betreut wurden beide deutsche Teams von Dachdecker- und Zimmermeister Jörg Schmitz, Ausbilder am BBZ in Mayen.

In der dritten Kategorie Metalldeckung siegte Ungarn vor Lettland und Frankreich.

Köln, September 2009

 



Gebäudeenergieausweis - Transparenz für Käufer und Mieter

Energiesparen und Kosten senken: Dachdeckerinnungsbetriebe beraten

Gebäude brauchen Energie – je weniger, desto besser. Um den Gebäudeenergieverbrauch zu dokumentieren, gibt es den Energieausweis, der seit Januar 2009 Pflicht für alle Wohngebäude ist. Wenn Hausbesitzer ihre Gebäude vermieten, verkaufen oder verpachten wollen, müssen sie den Energieausweis vorlegen können. Ansonsten begehen sie eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern geahndet werden kann.

Der Gebäudeenergieausweis liefert fundierte Informationen über die energetische Qualität eines Gebäudes und informiert über den Energieverbrauch. Davon profitieren Mieter, Käufer und Eigentümer gleichermaßen. Die Energieeffizienz einer Immobilie wird zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Käufer und Mieter können außerdem mit dem Energieausweis unterschiedliche Angebote unkompliziert vergleichen und Folgekosten besser abschätzen.

Bei der Art des Energieausweises ist zwischen bedarfs- und verbrauchsorientierten Ausweisen zu differenzieren. In beiden Fällen zeigt der Ausweis an, wie viel Energie pro Jahr und Quadratmeter für Warmwasserbereitung und Heizen aufgewendet werden muss. Der verbrauchsorientierte Energieausweis ermittelt den tatsächlichen Energieverbrauch und ist damit stark vom Nutzerverhalten abhängig. Generell ist ein bedarfsorientierter Energieausweis aussagekräftiger als ein verbrauchsorientierter, da er das energetische Verhalten des Gebäudes objektiv darstellt und dem Vergleich mit anderen Gebäuden dienen kann.

Wenn der Energieverbrauch zu hoch ist

Was ist zu tun, wenn der Energieverbrauch eines Gebäudes deutlich über der Norm liegt? Zuerst gilt es, die Gebäudehülle und die Heizung zu prüfen. Maßnahmen zur Energieeinsparung an Dach und Außenwand sparen effektiv Heizkosten und schaffen ein behagliches Wohnklima. Moderne Dächer können heute neben einer wirksamen Wärmedämmung z. B. auch Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen enthalten. Wichtig ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Energieeinsparung intelligent miteinander zu kombinieren.

Im Bereich der Außenwände bieten Sanierungsarbeiten, wie der Einbau neuer Fenster oder die Bekleidung der Außenwände beste Möglichkeiten, in Zukunft wirksam Energie zu sparen. Die Ausführung von wärmegedämmten, hinterlüfteten Außenwandbekleidungen ist eine ideale Möglichkeit, bestehende Gebäude nach den Erfordernissen der Energieeinsparverordnung und nach den individuellen Wünschen des Bauherrn zu modernisieren. Schiefer, Keramik, Faserzement, Metallelemente und vieles mehr stehen hier gestalterisch zur Verfügung. Die kompetenten Ansprechpartner für Energieeinsparung sind die Dachdecker-Innungsbetriebe. Sie können die vorhandenen Funktionsschichten beurteilen und ein zuverlässiges Gesamtkonzept anbieten. Zudem garantieren sie eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten und bieten eine umfassende Gewährleistung. Auskünfte erteilt die örtliche Dachdecker-Innung.

Köln, 22. Juni 2009



Bundeskongress der Dachbau- und Holzbaubranche in Weimar

Bereits zum dritten Mal veranstalteten der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und der Bund Deutscher Zimmermeister (BDZ) am 8. und 9. Mai 2009 gemeinsam ihren Bundeskongress. In diesem Jahr fand die jährliche Zusammenkunft in Weimar statt.

Gut 450 Dachdecker und Zimmerer aus ganz Deutschland sind der Einladung gefolgt und informierten sich in Weimar schwerpunktmäßig über Unternehmenskultur. Darüber hinaus gab es auch Vorträge zur Fachtechnik des Dachdeckerhandwerks und der Holzbaubranche. An der Eröffnungsveranstaltung nahm in Vertretung des thüringischen Ministerpräsidenten Althaus der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, Prof. Dr. Christian C. Juckenack, teil.

Im Vorfeld des Bundeskongresses nahmen die Spitzen beider Verbände im Rahmen einer Pressekonferenz Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk auch vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage und der anstehenden Bundestagswahl.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks, Karl-Heinz Schneider, führte aus: „Der Sanierungsdruck für Immobilienbesitzer ist groß. Hier kommen gleich mehrere Komponenten zusammen: Steigende Heizkosten, Energieeinsparverordnung, Gebäudeenergieausweis seien als Stichworte genannt. Zwei Drittel aller Wohneinheiten sind in den nächsten zwanzig Jahren unter energetischen Gesichtspunkten sanierungsbedürftig. Da liegt viel Auftragspotential für unsere Betriebe. Gerade das Dach steht häufig im Mittelpunkt einer energetischen Sanierung. Energetische Sanierungen sind oft mit erheblichen Kosten und langen Amortisationszeiten verbunden. Deshalb begrüßen wir die Einführung einer Energiesparprämie.“

Zu den wirtschaftlichen Aussichten für das Dachdeckerhandwerk erklärte Schneider: „Angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage fällt es schwer, Prognosen zu erstellen. Wir rechnen mit einer teilweise deutlichen Verschlechterung der Geschäftslage bei vielen Dachdeckerbetrieben. Als nachgelagertes Gewerk werden wir später als andere Wirtschafts- und Handwerksbereiche die Auswirkungen der Konjunkturkrise zu spüren bekommen. Die Maßnahmen der beiden Konjunkturpakete der Bundesregierung können für unsere Betriebe eine wirkungsvolle Stütze in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase sein. Wir messen dem Investitionsprogramm, das ja wesentlich auf kommunaler Ebene wirken soll, die größte Bedeutung zu. Wenn nur ein Bruchteil der vorgesehenen 16,9 Milliarden Euro für Investitionen in die Dämmung der Gebäudehülle fließt, dann dürfte das Dachdeckerhandwerk maßgeblich an dem Investitionsprogramm partizipieren.“

Zur Stimmung in der Holzbaubranche erklärte der Vorsitzende der Bundes Deutscher Zimmermeister, Ullrich Huth: „Die Stimmung ist verhalten, da sich der Miniboom des Jahres 2006 endgültig als ein Strohfeuer erwiesen hat, wie die nun vorliegenden Umsatzzahlen für das Jahr 2007 zeigen. Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe musste einen Umsatzrückgang von 12 Prozent hinnehmen. Für das Jahr 2008 haben wir noch keine abschließenden Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ein Zuwachs von drei Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Für 2009 gehen wir von einem Umsatz auf diesem Niveau aus.“

Als Fazit des Kongresses lässt sich feststellen: Dachdecker- und Zimmerermeister waren vom Bundeskongress sehr angetan. Die Kulturstadt Weimar hatte viel zu bieten, das Kongresszentrum im Grünen und in zentraler Lage lud zum Wohlfühlen ein. Interessante Vorträge von hochkarätigen Referenten aber auch die Fachgespräche am Rande der Veranstaltungen begeisterten die Teilnehmer.

Vizepräsidentenwahl auf der Delegiertenversammlung der Dachdecker

Auf der diesjährigen Delegiertenversammlung standen auch Wahlen zum Präsidium an. Für die drei Vizepräsidentenämter wurden vier Kandidaten vorgeschlagen: André Büschkes (Nordrhein), Stephan Eickhoff (Westfalen), Jens Norbert Schmidt (Niedersachsen-Bremen und Sachsen-Anhalt) sowie Fred Georg Schneider (Hessen). Beim ersten Wahlgang erhielt Stephan Eickhoff die meisten Stimmen. Die beiden amtierenden ZVDH-Vizepräsidenten André Büschkes und Fred-Georg Schneider konnten sich im zweiten beziehungsweise dritten Wahlgang durchsetzen.

Köln, 12. Mai 2009

 



Dachausbau schafft günstigen Wohnraum

Anhaltender Trend zum Ausbau des Dachgeschosses

Steigende Baupreise, technische Neuerungen und ein verändertes Wohnbewusstsein führen bei vielen Hausbesitzern zu der Erkenntnis, dass sich der Dachraum wirtschaftlicher nutzen lässt und sich in ein weiteres Kinderzimmer, einen Hobbyraum oder gar eine komplette zusätzliche Wohnung verwandeln könnte. Wohnen unter dem Dach hat inzwischen einen besonderen Charme und bietet hohen Wohnkomfort. „Dachausbau schafft günstigen Wohnraum“, darauf weist auch die Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hin.

Vor Baubeginn Baugenehmigung einholen

Ob der Ausbau eines Dachgeschosses genehmigungsfrei ist, hängt von der jeweiligen Landesbauordnung und von dem Umfang des Umbaus ab. Wird bestehender Wohnraum ins Dachgeschoss hinein erweitert, ist der Ausbau meist genehmigungsfrei. Wird allerdings eine Gaube eingebaut oder soll eine komplette neue Wohnung entstehen, wird eine Baugenehmigung benötigt.

Dachkonstruktion entscheidet über spätere Nutzungsmöglichkeiten

Die Verbandssprecherin gibt einige Tipps: „Theoretisch können Dächer ab einer Dachneigung von 20° ausgebaut werden. Es sollte aber geprüft werden, ob genügend Fläche mit ausreichender Kopfhöhe zur Verfügung steht. Dächer zwischen 20° und 35° Neigung können zum Beispiel als Gästezimmer ausgebaut werden, eignen sich aber selten für einen ständigen Aufenthalt. Hohen Wohnkomfort bietet der Dachgeschossausbau ab einer Dachneigung von 35°, denn dann ist meist gewährleistet, dass genügend Wohnraum mit einer Höhe von 2,30 m zur Verfügung steht. Bei einer Dachneigung ab 50° kann gegebenenfalls sogar eine zweite Wohnebene oder Galerie eingebaut werden.“

Auf was ist zu achten?

Zunächst muss überprüft werden, ob das Dach dicht und die Holzkonstruktion frei von Insekten oder Pilzbefall ist, da ansonsten die Statik nicht gewährleistet ist. Vor dem eigentlichen Dachausbau steht häufig die Wärmedämmung, damit die Energiekosten im Rahmen bleiben. Eine gute Dämmung ist nicht nur im ureigensten Interesse des Bauherren, sie ist auch seit dem 1. Februar 2002 durch die  Energieeinspar-Verordnung vorgeschrieben.

Beim Ausbau sollte außerdem auf einen ausreichenden Trittschallschutz geachtet werden.

Wird das Dachgeschoss als eigenständige Wohnung ausgebaut, müssen zusätzlich zu den allgemeinen Vorschriften die erhöhten Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und Fluchtwege berücksichtigt werden. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass in den neu geschaffenen Wohnraum ausreichend Tageslicht einfallen kann. Nur so können helle und freundliche Wohnräume geschaffen werden.

Die Sprecherin des Dachdeckerverbandes rät: „Grundsätzlich gilt: Ein Dachgeschoss bewohnbar zu machen ist Aufgabe des Fachmanns. Dachdecker-Innungsbetriebe vor Ort beraten kompetent über alle Möglichkeiten des Dachausbaus und garantieren eine qualifizierte Ausführung.“

 



 

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